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Das steckt dahinter: Unser Leitbild

Wie alles begann....

Freiwillige strecken Hände zueinander aus.
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Unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliche Menschen - gemeinsam im FÖJ.

Das Freiwillige Ökologische Jahr ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, was mit ca. 2900 Plätzen bundesweit angeboten wird. Ende 1993 wurde die Idee des FÖJ in Niedersachsen entwickelt und eingeführt. In Nordrhein-Westfalen engagierten sich 1995 erstmalig ca. 30 junge Menschen im FÖJ Rheinland.

Mittlerweile ist das Platzangebot des FÖJ in NRW auf über 330 Plätze gestiegen. Im Rheinland werden über 180 Stellen angeboten, die größtenteils vom Ministerium für Familie, Jugend, Kultur und Sport NRW gefördert werden. Zehn Plätze werden vom LVR finanziert und knapp 20 Stellen von Einsatzstellen. Die pädagogische Begleitung wird vom Bund und vom Land getragen.

Die FÖJ-Zentralstelle des LVR ist mit der Organisation der gesamten Maßnahme und insbesondere der pädagogischen Begleitung der Freiwilligen und Einsatzstellen vom Land beauftragt.

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Ziele

Wer bin ich? Was will ich? Welchen Einfluss habe ich auf die Welt lokal und global? Ziel des FÖJ ist es, die Übernahme von Verantwortung für sich und die Umwelt zu fördern.

Das FÖJ ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Die Freiwilligen lernen sich selbst besser kennen und können sich ausprobieren. Sie werden in dem Jahr gestärkt und erhalten viel Unterstützung in der Weiterentwicklung einer Zukunftsperspektive.

Über die praktische Arbeit in den Einsatzstellen schnuppern sie ins Berufsleben, lernen neue Arbeitstechniken sowie Zusammenhänge kennen und entdecken Möglichkeiten, sich für die Umwelt und damit der Gesellschaft zu engagieren. In den begleitenden Seminaren wird der Frage nachgegangen, wie eine ökologische und sozial gerechte Welt von morgen aussehen kann, in der die Ressourcen auch für nachfolgende Generationen reichen. Neben neuem thematischen Wissen erlangen die Freiwilligen weitere methodische und soziale Kompetenzen. Dabei wird viel Wert auf die kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten gelegt, um einen Transfer in andere Bereiche zu ermöglichen und vom Wissen zum Handeln zu gelangen.

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Pädagogische Ansätze

Das Konzept der Bildungsseminare orientiert sich an der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Partizipation, Empowerment und die Auseinandersetzung mit Themen der Nachhaltigkeit sind Grundpfeiler der pädagogischen Arbeit. Grundsätzlich werden die Freiwilligen auf Ihrem Weg in die eigene Selbständigkeit gestärkt und erhalten somit die Gelegenheit, die Seminare aktiv mitzugestalten. Im Zuge des partizipativen Ansatzes bereiten die Freiwilligen in Vorbereitungsgruppen jeweils ein Seminar mit vor und bringen sich bei inhaltlichen Programmpunkten, der Abendgestaltung und der Essensplanung mit ein. Folglich sind die Themen an der Lebenswelt der Freiwilligen orientiert.

Inhaltlich stehen ökologische, soziale und wirtschaftliche Themen auf dem Programm, die die lokale und die globale Ebene gleichermaßen einbeziehen. Darüber lernen die Freiwilligen beispielsweise, welche Auswirkungen ihr eigener Konsum auf andere Menschen und die Umwelt hat. Sie erarbeiten exemplarisch Handlungsalternativen und lernen das Gelernte auf andere Bereiche zu transferieren.

Plan- und Rollenspiele, Exkursionen, erlebnispädagogische Methoden, kreative Methoden aus der Medien- und Theaterpädagogik, Diskussionen und praktische Workshops schaffen den sehr unterschiedlichen Freiwilligen einen emotionalen sowie inhaltlichen Zugang und fördern die kritische Auseinandersetzung.

Ein weiterer Grundpfeiler der pädagogischen Arbeit ist die pädagogische Unterstützung und die Beratung nach einem systemischen Ansatz, um die Freiwilligen insgesamt zu stärken.

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Gelebte Vielfalt

Das FÖJ steht allen Interessierten offen. Der Blick auf die Teilnehmenden des FÖJ Rheinland offenbart einen Querschnitt durch die Gesellschaft im Hinblick auf Geschlechter, Bildungsabschlüsse und Besonderheiten.

Chancengleichheit in Bezug auf die Bildungsabschlüsse wird durch die vom Land vorgegebene Quote ermöglicht. Diese besagt, dass 50% der Freiwilligen ohne Abschluss oder mit Sek1-Abschluss sein müssen.

Der Anteil der Freiwilligen mit besonderem Förderbedarf liegt bei ca. 15-20%. Der Förderbedarf kann sich durch emotionale und psychische Beeinträchtigungen, Behinderungen, schlechte Bildungsvoraussetzungen und starke familiäre Probleme ergeben.

Bei Bedarf werden die Freiwilligen und auch die Einsatzstellen von der FÖJ-Zentralstelle eng begleitet und beraten. Zudem werden besondere Förderangebote wie das Kompetenztraining und das Bewerbungstraining gemacht.

Inwieweit junge Menschen mit Behinderung am FÖJ teilnehmen können, muss immer individuell entschieden werden, da es von den unterschiedlichen Gegebenheiten und Kapazitäten in den Einsatzstellen abhängt.

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